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Schwarzbier (Brasilien)

Neue gigantische Wellen durchspülen derzeit Brasiliens Kneipen und Supermärkte, Wellen aus Schwarzbier. Und wir springen auf, gleich vier mal: Schincariol Munich, Kaiser Bock, Xingu und Caracu.

Schwarzbier aus Brasilien Jede einzelne Schwarzbier-Welle bricht herein mit unterschiedlicher Schlagkraft: Schincariol Munich kommt auf 4,7% und ist damit die schwächste. Xingu schafft 5,0%, gefolgt von Caracu mit 5,3%. Einsame Spitze hier mit 6,2%: Kaiser Bock. Nach der guten alten Regel, mit den leichteren Getränken zu beginnen und sich dann, um Kopfschmerzen zu vermeiden, langsam im Volumenprozentgehalt hoch zu trinken, beginnen wir mit Schincariol Munich.

Der Name ist gewagt, und gewagt ist auch die Einordnung als „cerveja escura“, denn Schincariol Munich sieht aus, als ob man in durchsichtiger Flüssigkeit einen Pinsel mit brauner Wasserfarbe gereinigt hätte. Und dieser Wasser-Eindruck bestätigt sich auch in der Kost- und Schluckphase, in der sich der wässrig-süße Malzgeschmack unangenehm breit macht.

Biertest Xingu Schwarzbier BrasilienHierbei bestätigt sich dann die alte Weisheit, dass Schincariol vielleicht von den hübschesten Reklamemädels angepriesen wird, aber dafür eines der schlechteren Biere Brasiliens ist. Die Schwarzbier-Variante folgt da, leider, dem hellen Vorläufer.

Nun weiter zu Xingu, das sich selber als Exportbier bezeichnet. Wir jedoch importieren es jedoch erst mal in unsere Gläser und dann zu Kostzwecken in unsere Münder.

Voller Geschmack, leicht kremig, dazu tiefschwarz – der gute optische Eindruck bestätigt sich auch im Zungen- und Rachenbereich. Allerdings recht süß, so dass man sich an Malzbier erinnert fühlt. Gut für warme Nächte, aber wohl zu süß für Strand und pralle Sonne.

Verkostung Caracu Schwarzbier BrasilienDann die Überraschung – Caracu. Optisch unschlagbar, mit einem schnaubenden Stier etikettiert, aber auch für meinen Geschmack die Krönung. Sehr schwarz, sehr kremig, schäumt wie Guinness, schmeckt auch fast so. Hat dabei einen schokoladigen Beigeschmack. Ein Blick auf das Etikett verrät, dass Karamell beigemischt wurde.

Caracu ist was für kältere Abende mit Countrymusik.

Als letztes dann Kaiser Bock. „Pures Malz“ steht auf der Dose, allerdings ist das Bier dann doch recht braunfarbig, ähnlich Schincariol Munich. Schmeckt aber viel besser.

Kaiser Bier BrasilienDazu hauen die 6,2% (Bock!) kräftig rein. Kaiser Bock ist das Strandbier für Sonntage an denen man nichts anderes mehr vorhat. Doch den Namen „Schwarzbier“ verdient das maximal als dunkel zu bezeichnende Bier trotzdem nicht.

Fazit: Tagsüber Kaiser Bock, nachmittags Xingu, abends Caracu – wobei Kopfschmerzen unvermeidlich sein werden. Aber was soll`s.

Die Wertung für die zwei echten Schwarzbiere:

Bier-Bewertung: Xingu (Brasilien)

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Bier-Bewertung: Caracu (Brasilien)

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Written by dirk klaiber

dirk klaiber

dirk klaiber, geb. 1969, lebt in berlin, ist herausgeber des online kultur- und reisemagazins caiman.de / internet: www.caiman.de

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